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Eine pdf-Version der Regeln findet sich hier.

Inhalt

1 Zu Beginn
2 Die erste Spielauswertung
3 Die Befehlsabgabe
4 Euer Lehen
4.1 Die Bevölkerung
4.1.1 Die Bauern
4.1.2 Die Ritter
4.1.3 Die Städter
4.2 Die Lebensmittel
4.2.1 Das Vieh
4.2.2 Das Land
4.2.3 Die Fischerflotten
4.3 Das Gold
4.3.1 Die Märkte
4.3.2 Die Sägewerke
4.3.3 Der Bergbau
4.3.4 Der Außenhandel
4.4 Die Schiffe
4.5 Die Burg
4.6 Die Führung
4.7 Der Held
5 Euer Weg zum Königreich
6 Das Ende der Diplomatie
6.1 Die Heeresbewegung
6.2 Die Versprechen
6.3 Die Spione
6.4 Der Feldzug
6.4.1 Die Verteidigung (100)
6.4.2 Der Überfall (200)
6.4.3 Der Kampf auf dem Feld (300)
6.4.4 Die Belagerung (400)
6.4.5 Die Belagerung mit Absetzen des Besitzers (500)
6.4.6 Die Belagerung mit Lehenwechsel (600)
6.4.7 Der Unterstützungsfeldzug
6.5 Der Kampfausgang
6.6 Der Lehenwechsel
7 Die Befehle auf einen Blick

1 Zu Beginn

Jede Partie Feudalherren beginnt im Jahre 801 n. Chr. Ihr seid eine Lady oder ein Lord im mittelalterlichen und mystischen England nach König Artus Tod. Wie alle anderen Ladies und Lords strebt Ihr danach den Königsthron zu besteigen. Doch ohne Diplomatie und Intrigen wird Euch das nur schwer gelingen. Also geht Ihr Bündnisse ein, die Ihr zum richtigen Zeitpunkt auch wieder brechen werdet.

England ist in 46 kleine Lehen aufgeteilt. 15 davon werden von Spielern geführt. Die restlichen übernimmt der Computer (sogenannte non-player Lehen oder NPC). Ihr repräsentiert das Oberhaupt einer Adelsfamilie, die oder der das Lehen regieren muss. Jeder Spielzug steht für ein Jahr Spielzeit. Aus 32 möglichen Befehlen wählt Ihr bis zu 12 Befehle aus, um die Geschicke Eures Lehens zu verändern. Nicht jeder Befehl ist zu jeder Zeit sinnvoll. Manche Befehle müsst Ihr mehrfach erteilen.

Die Befehle werden auf der Webseite unter dem Menüpunkt Laufend eingegeben. Alle drei Tage wird ein Spielzug durchgeführt. Die Spielauswertung wird immer um 3:00 Uhr morgens ausgeführt. Bis dahin müssen also die Befehle immer abgegeben sein.

Sollten Euch die folgenden Spielregeln nach dem ersten Durchlesen nicht klar sein, lest sie ein zweites mal. Vieles wird erst im Zusammenhang verständlicher. Lest auch die Tipps im Forum durch, dort könnt Ihr auch konkrete Regelfragen stellen.
Ergänzend zu den Regeln gibt es ein paar Tutorials auf der Seite Burn! Pillage! Plunder!.

Um Euch nun für das Spiel anzumelden, ruft Ihr den Menüpunkt Neu der Webseite auf. Dort tragt Ihr einen Namen für Eure Lady oder Euren Lord ein. Diesen Namen könnt Ihr später nicht mehr ändern. Es ist in dieser Partie Euer Name. Gebt an, ob Ihr einen Lord oder eine Lady spielt. Es hat auf den Spielverlauf keinen Einfluss, sondern dient nur der Atmosphäre im Spiel. Dann müsst Ihr noch eine E-Mail-Adresse angeben. Wählt außerdem, in welcher Sprache Ihr Eure Spielauswertungen erhalten wollt. Über die Auswahlfelder Karte und Szenario könnt Ihr andere Spieloptionen auswählen. Gebt Ihr dort nichts ein, spielt Ihr im nächsten Spiel mit, das startet.

An die E-Mail-Adresse wird dann ein Passwort geschickt. Mit diesem Passwort müsst Ihr Eure Anmeldung nochmals bestätigen. Danach landet Ihr auf der Warteliste für das nächste Spiel. Sobald sich 15 Spieler angemeldet haben, startet die nächste Partie automatisch.
Außer der "normalen" Englandkarte mit 15 Spielern steht auch die Möglichkeit offen, sich für eine Partie England mit 46 Spielern anzumelden, außerdem für Frankreich mit 30 oder mit 10 Spielern.

Außer den klassischen Regeln die hier beschrieben werden, stehen auch noch sogenannte advanced Regeln zur Verfügung. Diese Regeln sind im Forum der Webseite erläutert. Im Folgenden wird nur auf die klassischen Regeln eingegangen. Diese Regel geht davon aus, dass Ihr auf der Englandkarte spielt. Alles hier gesagte, gilt aber auf den anderen Karten entsprechend.

2 Die erste Spielauswertung

Sobald eine Partie startet, erhaltet Ihr Eure erste Spielauswertung. Sie ist für alle Spieler gleich. Euch wurde ein Lehen zugelost, das Ihr regiert. Am Ende dieser Anleitung findet Ihr die Landkarte von England. Dort könnt Ihr das Lehen finden. Auf dem Spielbogen findet Ihr auch Euer Passwort wieder. Ihr benötigt es, um auf der Webseite Eure Befehle abgeben zu können.

Außerdem erfahrt Ihr, welche anderen Spieler welche Lehen regieren und wie Ihre E-Mail-Adressen lauten. Letzteres ist wichtig, falls Ihr mit ihnen Kontakt aufnehmen wollt, um diplomatische Botschaften auszutauschen.

Am Ende der Spielauswertung findet Ihr die wirtschaftlichen Kennzahlen Eures Lehens. Alle Lehen starten mit den gleichen Werten, auch die NPCs. Euer Rang ist Baroness oder Baron, Eure Führungsqualität beträgt 2. Das ist nicht besonders gut; sie verbessert sich, wenn Ihr erfolgreich Schlachten besteht. Jedes Lehen verfügt über 1400 Goldstücke und 1400 Lebensmitteleinheiten. Das ist genug, um Eure Ritter zu bezahlen und Eure Ritter und Bauern zu ernähren; davon habt Ihr zu Beginn 800 Bauern, 200 Ritter und 200 Städter. Eure Burgmauern haben eine Stärke von 10; das ist nicht besonders stark, aber besser als auf dem Feld zu nächtigen. Eure Steuer beträgt 20 %; darüber sind Eure Städter zwar nicht glücklich, aber dennoch gewinnt Ihr so noch einige jedes Jahr hinzu. Euer Held hat einen Wert von 3; jeder muss einmal anfangen.

Nun geht es los. Ihr müsst Eure ersten Befehle geben. Insgesamt stehen Euch 32 Befehle zur Verfügung, um die Geschicke Eures Lehens zu steuern. Pro Jahr (Spielzug) könnt Ihr aber nur 12 Befehle geben. Manche Befehle könnt Ihr auch mehrfach geben. Wollt Ihr zum Beispiel in einem Jahr gleich drei Schiffe bauen lassen, so müsst Ihr den Befehl auch dreimal geben. Anfänglich sind die 12 Befehle mehr als ausreichend. Aber von Jahr zu Jahr werden es mehr Befehle werden, die Ihr gebt. Dabei seid Ihr natürlich sehr von der wirtschaftlichen und militärischen Stärke Eures Lehens abhängig.

3 Die Befehlsabgabe

Um Eure Befehle abzugeben, ruft Ihr auf der Webseite den Menüpunkt Aktiv auf. Es erscheint eine Liste aller aktuell laufenden Spiele. Wählt Euer Spiel aus und drückt die Schaltfläche Auswählen. Es werden die öffentlichen Informationen des Spiels angezeigt. Das sind im ersten Spielzug die Namen aller Ladies und Lords, die um die Krone kämpfen. Später sind das alle Kampfergebnisse des letzten Jahres, sowie sämtliche Nachrichten, die an alle Spieler gesendet wurden. Neben diesen Informationen gibt es auch Links auf die Karten von England, die den jeweiligen Spielstand in einem Jahr widerspiegeln.

Im unteren Bereich der Seite könnt Ihr Euer Passwort eingeben, das Ihr für dieses Spiel erhalten habt. Nur wenn Ihr ein gültiges Passwort eingebt, erscheint ein weiterer Bereich auf der Seite.

In diesem Bereich habt Ihr die Möglichkeit Eure Züge abzugeben. Dazu stehen 12 Auswahlfelder mit den ganzen 32 Befehlen zur Verfügung. Neben jedem Auswahlfeld befinden sich noch zwei Eingabefelder für Befehle, die weitere Angaben benötigen. Wählt die Befehle aus, die Ihr abgeben möchtet und betätigt die Schaltfläche Speichern. Eine Meldung zeigt an, ob die Befehle gespeichert wurden, oder ob ein Fehler aufgetreten ist.

Neben den 12 Befehlen gibt es noch ein Texteingabefeld. Dort könnt Ihr Nachrichten eingeben, die auf allen Auswertungen erscheinen. Diese Nachrichten sind anonym und tauchen auch auf der Webseite auf. Genauso wenig wie Nachrichten im Forum, dürfen solche Nachrichten andere beleidigen oder gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Der Spielleiter ist in der Lage zu ermitteln, wer solche Nachrichten abgegeben hat. Verstöße führen zur Disqualifikation. Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen können weitere Folgen nach sich ziehen.

Außer der Befehlsabgabe hat man hier auch die Möglichkeit eine andere E-Mail-Adresse einzugeben, an die zukünftig die Spielauswertungen gesendet werden sollen.

Welche Befehle es gibt, ist im Abschnitt Die Befehle auf einen Blick erläutert. Zunächst werden jetzt die Lehen und das Kampfsystem näher erläutert.

4 Euer Lehen

Betrachtet am Ende der Anleitung die Karte von England. Wie Ihr seht, gibt es in manchen Lehen Wälder, Berge oder Moore (Landschaften). Das beeinflusst das wirtschaftliche Potenzial der Lehen. Lehen die aneinander grenzen gelten als benachbart, das ist entscheidend für die Bewegung der Ritter. Durch Landschaften kann nur gezogen werden, wenn eine Straße hindurch führt. Lehen die an das Meer angrenzen sind Küstenlehen. Küstenlehen können Schiffe bauen. Mit Hilfe von Schiffen können Ritter in alle anderen Küstenlehen gesendet werden.

Manche Karten enthalten auch Flüsse. Auch Flusslehen können Schiffe bauen. Außerdem ist es möglich, seine Ritter auf Schiffen entlang der Flüsse zu bewegen.

In England existieren 46 Lehen. Ein Spieler kann nur ein Lehen führen. Alle Lehen die nicht von Spielern geführt werden, verwaltet der Computer. Es sind non-player Lehen (NPC). Spieler können freiwillig Lehen wechseln oder durch Kämpfe dazu gezwungen werden. Ladies und Lords die am Ende aller Kämpfe eines Jahres über kein Lehen mehr verfügen, scheiden aus dem Spiel aus.

4.1 Die Bevölkerung

Eure Bevölkerung besteht aus Bauern, Rittern und Städtern. Jede Bevölkerungsschicht ist wichtig. Die Bauern sorgen für Nahrung und damit indirekt auch für Einnahmen, die Städter zahlen Steuern, sind also Eure wichtigste Goldeinnahmequelle und die Ritter verteidigen Euer Lehen und erobern andere. Ihr hebt aus der Bauernbevölkerung Eure Ritter aus, Ihr könnt Bauern in der Stadt ansiedeln. Ritter könnt Ihr entlassen und mit großer Wahrscheinlichkeit besiedeln sie dann Eure Stadt. Andere Möglichkeiten der Umwandlung gibt es nicht. Sorgt also immer gut für Eure Bauern!

4.1.1 Die Bauern

Wird hier von Bauern gesprochen, ist damit immer eine Bauernfamilie gemeint. Die Bauern bewirtschaften Euer Land. Alles was Eure Bauern erwirtschaften, landet in Euren Speichern. Durchschnittlich erwirtschaften Eure Bauern das anderthalbfache an Lebensmitteln, als man pro Jahr benötigt. In Zeiten schlechter Ernte kann es weniger sein, in Zeiten guter Ernte auch mehr. Investiert Ihr in Agrarforschung, erwirtschaften Eure Bauern mehr.

Eine Bauernfamilie erwirtschaftet also etwa 1,5 Lebensmitteleinheiten (LE – Menge an Lebensmitteln, die eine Familie pro Jahr benötigt). Mit den erwirtschafteten Lebensmitteln versorgt Ihr Eure Ritterfamilien und Eure Bauernfamilien. Ihr könnt Euren Städterfamilien Lebensmittel zu günstigen Preisen anbieten, wenn die Ernte schlecht war, Ihr braucht Lebensmittel wenn Ihr Vieh kauft und Ihr könnt Lebensmittel lagern. Automatisch werden nur Eure Ritter und Eure Bauern versorgt – und auch in dieser Reihenfolge! Alle Lebensmittel die Ihr über habt, werden automatisch gelagert, wobei etwa ein Viertel verdirbt. Stehen weniger Lebensmittel zur Verfügung wie benötigt werden, sterben Eure Bauern!

Bauernfamilien vermehren sich automatisch etwa um 5 % pro Jahr. Wollt Ihr Euren Bauern etwas Gutes tun (und Euch damit auch!) teilt Euren Bauern zusätzliche Lebensmittel zu (Befehl Lebensmittel Bauern geben). Dadurch erhöht sich die Zuwachsrate an Bauernfamilien. Je mehr Ihr zuteilt, desto größer ist die Wachstumsrate. Und eine hohe Bevölkerungszahl ist sehr von Vorteil!

4.1.2 Die Ritter

Wird von Rittern gesprochen, sind natürlich auch Ritterfamilien gemeint. Eure Ritter sind Eurer militärisches Rückgrat. Jedes Jahr aber kostet Euch eine Ritterfamilie 5 Goldstücke und 1 LE zum Unterhalt. Am Anfang jeden Jahres wird Euch das automatisch abgezogen. Könnt Ihr Ritter nicht versorgen (stehen also zu wenig Gold oder zu wenige Lebensmittel zur Verfügung), verlassen die Ritter Euer Lehen.

Ritter werden aus dem Bauernstand rekrutiert. Es kostet Euch 20 Goldstücke, um aus Bauern Ritter zu machen – schließlich müsst Ihr sie ausbilden und eine Rüstung zur Verfügung stellen etc. Außerdem wird Euch 1 LE abgezogen, aber die Lebensmittel hättet Ihr ja auch der Bauernfamilie geben müssen.

Ihr könnt Ritter auch entlassen, um Euer Heer zu verkleinern. Dies könnt Ihr erst tun, nachdem die Kosten für die Ritter abgezogen wurden! Mindestens die Hälfte Eurer entlassenen Ritter verbleibt aber in Eurem Lehen und siedelt sich in der Stadt an. Die übrigen gehen.

4.1.3 Die Städter

Auch die Städter repräsentieren natürlich immer ganze Familien. Es sind Handwerker und Händler, die in Eurer Stadt wohnen. Für dieses Recht der Freiheit und des Schutzes zahlen sie Steuern. Ihr könnt den Steuersatz zwischen 0 und 50 % beliebig bestimmen. Aber natürlich werden die Städter Euer Lehen verlassen, wenn die Steuern zu hoch sind. Dagegen kommen Städter zu Euch, wenn Ihr niedrige Steuern habt. Bei dem anfänglichen Steuersatz von 20 %, habt Ihr einen Zuwachs an Städtern pro Jahr von ungefähr 5 %.

Auch Eure Städter benötigen Lebensmittel. Sie kaufen aber die Lebensmittel zum Marktpreis selbst ein. Ist der Marktpreis sehr hoch kann es sein, dass sich die Städter nicht selbst versorgen können. Für diesen Fall habt Ihr die Möglichkeit, Euren Städtern Lebensmittel zuzuteilen. Sie werden Euch soviel für diese Lebensmittel zahlen, wie sie können. Städter zahlen aber niemals mehr an Euch, als sie auf dem freien Markt bezahlen müssten. Die Lebensmittelzuteilung für die Städter erhöht nicht ihre Zuwachsrate. Die Zuwachsrate ist nur von den Steuern abhängig.

4.2 Die Lebensmittel

Lebensmittel sind sehr wichtig im Spiel! Im Spiel wird immer von so viel Lebensmittel gesprochen, wie eine Familie für ein Jahr (einen Spielzug) zum Leben braucht (eine Lebensmitteleinheit, LE). Damit ernährt Ihr Eure Ritter, Eure Bauern und Ihr könnt Lebensmittel an Eure Städter oder auf dem freien Markt verkaufen. Damit stellen Lebensmittel auch eine große Einnahmequelle für Euch dar. Der Marktpreis für Lebensmittel hängt von der durchschnittlichen Ernte ab. Je besser die Ernte, desto niedriger der Preis; je schlechter die Ernte, desto höher der Preis. Bei durchschnittlicher Ernte wird der Marktpreis 10 Goldstücke für eine Lebensmitteleinheit betragen.

Weil Lebensmittel so wichtig sind könnt und solltet Ihr in die Agrarforschung investieren (Befehl Agrarforschung). Für jede erfolgreiche Agrarforschung werden Eure Bauern 0,1 LE mehr pro Jahr ernten. Agrarforschung ist teuer, aber lohnenswert.

Lebensmittel die Ihr in einem Jahr nicht verbraucht, könnt Ihr für das Folgejahr aufheben. Allerdings verdirbt rund ein Viertel der Lebensmittel. Das Lagern passiert automatisch, Ihr braucht dazu keinen Befehl abzugeben.

Die Lebensmittelbefehle werden in folgender Reihenfolge abgearbeitet:

  1. Schlachten von Vieh
  2. Ernährung der Ritter
  3. Ausfuhr von Lebensmitteln in andere Lehen
  4. Einfuhr von Lebensmitteln
  5. An- und Verkauf von Lebensmitteln auf dem freien Markt
  6. Ernährung der Städter
  7. Ernährung der Bauern
  8. Kauf von Vieh
Also können eingeführte Lebensmittel zur Ernährung der Bauern oder Städter verwendet oder auf dem Markt verkauft werden, Eure Ritter könnt Ihr damit aber nicht ernähren.

4.2.1 Das Vieh

Ihr könnt Vieh halten. Vieh könnt Ihr in schlechten Zeiten schlachten, um Eure Bevölkerung zu ernähren, oder auch, um es lukrativ auf dem freien Markt zu verkaufen. Das Vieh kostet Euch 5 Goldstücke und eine Lebensmitteleinheit. Da sich Euer Vieh aber mit einer Wachstumsrate von etwa 30 % vermehrt und Ihr fortan nicht mehr in das Vieh investieren müsst, ist Vieh gerade in der Anfangsphase eine gute Investition. Später werdet Ihr merken, dass das Vieh Platz zum Weiden braucht und damit Euren Bauern die Anbaufläche wegnimmt. Dann solltet Ihr dringend schlachten! Wenn Ihr Vieh schlachtet, wird daraus eine Lebensmitteleinheit.

4.2.2 Das Land

Euer Lehen hat genügend Anbaufläche für 5.000-6.000 Bauernfamilien. Berge, Wald und Moor verringern die maximale Anbaufläche; sie reicht aber immer für mindestens 5.000 Bauernfamilien. Habt Ihr mehr Bauernfamilien, als Anbaugebiet, erhaltet Ihr eine Nachricht, dass nicht alle Bauern ernten konnten.

Vieh benötigt Weideland; jedes Vieh reduziert das Anbaugebiet um 2. Habt Ihr also 500 Vieh und Euer Lehen eine Anbaufläche von 5.400, so können nur 4400 Bauern anbauen und ernten. Es kann sogar vorkommen, dass Ihr soviel Vieh habt, dass gar keine Bauern mehr ernten können. Dies passiert natürlich erst im fortgeschrittenen Spielverlauf.

4.2.3 Die Fischerflotten

Auch Fischerflotten bringen Euch Lebensmittel. Eine Fischerflotte erwirtschaftet rund 25 Lebensmitteleinheiten pro Jahr. Jede Fischerflotte kostet Euch 300 Goldstücke und 10 Bauernfamilien, die Ihr zu Fischern macht. In jedem Lehen können mindestens 2 Fischerflotten eingerichtet werden, grenzt Euer Lehen an das Moor oder einen Fluss sogar 5 und Küstenlehen können insgesamt 8 Fischerflotten haben.

4.3 Das Gold

Gold macht Euch wirtschaftlich unabhängig. Mit Gold zahlt Ihr alle Eure Ausgaben.

Ihr habt verschiedene Quellen, die Euch Gold einbringen. Eure wichtigste Einnahmequelle sind Eure Städter, die Euch Steuern zahlen. Ihr könnt dabei selbst bestimmen, wie viel sie Euch zahlen müssen. Außerdem könnt Ihr Märkte einrichten, Sägewerke bauen, Bergbau betreiben, Außenhandel treiben und Lebensmittel auf dem freien Markt verkaufen. Wenn Ihr Vasallen habt, dann zahlen sie Euch den Schildpfennig. Schulden könnt Ihr übrigens nicht machen. Ihr könnt also nur soviel Gold ausgeben, wie Ihr auch tatsächlich habt. Am Anfang jedes Jahres verlangen übrigens Eure Ritter ihren Sold. Könnt Ihr den nicht zahlen, werden sie desertieren; danach könnt Ihr auch keinen Zug durchführen, der Gold kostet. Seht also zu, dass Ihr am Jahresende immer mindestens soviel Gold in Eurer Schatztruhe habt, dass Ihr Eure Ritter zahlen könnt.

4.3.1 Die Märkte

Ihr könnt Märkte errichten lassen. Um einen Markt zu errichten, müsst Ihr 300 Goldstücke zahlen. Pro Markt den Ihr errichtet müssen in Euerem Lehen aber mindestens 50 Städterfamilien leben, für drei Märkte also mindestens 150 Städterfamilien. Märkte werfen Steuern ab, und zwar ein Markt soviel, wie 20 Städterfamilien. Insgesamt könnt Ihr in Eurem Lehen 20 Märkte beherbergen.

4.3.2 Die Sägewerke

Ihr könnt Sägewerke bauen lassen. Ein Sägewerk kostet Euch 100 Goldstücke, sowie 10 Bauernfamilien, die fortan als Holzfäller arbeiten. Der Ertrag eines Sägewerkes beträgt rund 150 Goldstücke pro Jahr. In jedem Lehen können mindestens zwei Sägewerke gebaut werden. Pro Waldgebiet, an das Euer Lehen grenzt, könnt Ihr weitere zwei Sägewerke bauen, aber insgesamt nicht mehr als neun.

4.3.3 Der Bergbau

Ihr könnt nach Bodenschätzen graben lassen; das ist der Befehl Nach Rohstoffen forschen. Ihr könnt selbst bestimmen, wie viel Gold Ihr dafür einsetzen wollt. Pro 100 Goldstücke die Ihr einsetzt, steigen die Chancen fündig zu werden. Mehr als 1.000 Goldstücke braucht Ihr nicht einzusetzen, dass steigert Eure Chancen nicht mehr. Wurden Bodenschätze gefunden, wird automatisch ein Bergwerk errichtet. Das kostet nochmals 100 Goldstücke, sowie 10 Bauernfamilien, die fortan als Bergleute arbeiten.

Ihr habt keinen Einfluss darauf, welche Bodenschätze gefunden werden. Es können bloß Steine sein, aber auch Erz, Gold oder Edelsteine. Je wertvoller der Fund, umso ertragreicher sind Eure Bergwerke - zwischen 150 und 1.000 Goldstücke pro Jahr. Aber die wertvolleren Bodenschätze sind natürlich auch seltener. Der Ertrag Eurer Bergwerke wird Euch in Goldstücken gut geschrieben. Natürlich kann sich ein Bergwerk auch erschöpfen.

In jedem Lehen kann man mindestens drei Bergwerke errichten. Pro Gebirge, an die das Lehen angrenzt, können zwei weitere Bergwerke errichtet werden, aber insgesamt nicht mehr als neun.

Zur besser Kontrolle kann man statt Nach Rohstoffen forschen den Befehl Nach Bodenschätzen suchen benutzen, wodurch im Erfolgsfall der Fund nur registriert wird, ohne die Errichtung eines Bergwerks. Auch hier kann man mit der Investition von Gold, in Schritten von 100 Goldstücken bis zu einem Maximum von 1000 Goldstücken, die Chance auf Erfolg erhöhen.

Mit Bergwerk errichten kann man dann auf einem Fund ein Bergwerg errichten. Die Baukosten betra-gen 100 Goldstücke, 10 Bauernfamilien werden als Minenarbeiter eingesetzt. So kann man die be-grenzte Zahl von Bergwerken möglichst gut auszunutzen.

Zuletzt hat man die Möglichkeit mit dem Befehl Bergwerk schließen die Bergleute zu entlassen und ein Bergwerk still zu legen. Die Bergwerksleute werden nicht in Bauern oder Städter umgewandelt, sondern genießen ab sofort ihren Ruhestand auf dem Land.

4.3.4 Der Außenhandel

Verfügt Ihr über Schiffe, so könnt Ihr Außenhandel treiben; Ihr müsst dazu kein Küstenlehen regieren. Alle Schiffe, die Ihr nicht für die Heeresbewegung eingesetzt habt, sendet Ihr mit dem Befehl Außenhandel betreiben über das Meer. Ihr könnt bestimmen, wie weit die Seeleute reisen sollen und für wie viel Gold sie Ware mitnehmen sollen. Aber Vorsicht: je weiter Ihr sie entsendet, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht mehr zurückkehren. Und dann ist nicht nur die Ladung, sondern auch das Schiff verloren. Aber umso größere Reichtümer werden sie natürlich auch zurück bringen!

4.4 Die Schiffe

Regiert Ihr ein Küsten- oder ein Flusslehen, so könnt Ihr Schiffe bauen lassen. Schiffe benötigt Ihr für zwei Zwecke. Zum einen könnt Ihr damit Außenhandel treiben, zum anderen braucht Ihr Schiffe, um Eure Ritter und Söldner in andere Küsten- bzw. Flusslehen zu bringen. Regiert Ihr kein Küsten- oder Flusslehen, so könnt Ihr keine Schiffe bauen. Ihr müsst sie aus anderen Lehen importieren, wenn Euch deren Ladies oder Lords sie verkaufen.

Jeder Schiffsbau kostet Euch 400 Goldstücke und außerdem 10 Städterfamilien, die fortan auf dem Schiff leben.

4.5 Die Burg

Ihr wohnt natürlich in einer feudalen Burg! Von hier aus regiert Ihr Euer Lehen. Hier teilt Ihr Eurem Seneschall und Eurem Marschall mit, welche Befehle sie ausführen sollen. Euer Kanzler erteilt Euch Bericht und Euer Kammerherr und auch Barden erzählen, was in England alles passiert ist. Die Burg ist es auch, die Ihr erobern müsst, wenn Ihr ein Lehen erfolgreich belagern wollt. Dann wird dieses Lehen zu Eurem Vasallen.

Mit Eurer Burg verteidigt Ihr Euch also auch gegen die Versuche anderer Ladies und Lords, Euch als Vasallen zu erobern. Die Güte Eurer Verteidigungsanlagen wird durch die Burgstärke ausgedrückt. Ihr startet mit einer Burgstärke von 10. Dies erhöht die Stärke Eurer Ritter in Eurer Burg um rund 50 %. Jeder weitere Zehnerschritt der Burgstärke steigert die Stärke Eurer Ritter wiederum um 50 %. Der Burgausbau ist teuer aber lohnenswert. Je stärker Eure Burg aber werden soll, umso teuer wird der Burgausbau.

Übrigens ist eine Burg mit der Stärke 16 genauso stark oder schwach, wie eine Burg mit der Stärke 10. Erst der Zehnerschritt verbessert die Wirksamkeit des Ausbaus.

4.6 Die Führung

Eure Führungsqualität ist entscheidend dafür, wie gut Ihr Euer Heer im Kampf einsetzt. Je geschickter Ihr agiert, umso effektiver könnt Ihr Euer Heer einsetzen. Im Spiel wird Eure Führungsqualität durch einen Wert von eins bis neun angegeben. Jeder Punktwert erhöht die Heeresstärke um etwa 10 %. Ihr beginnt das Spiel mit einem Wert von 2. Durch jede erfolgreiche Schlacht steigt der Wert um eins.

4.7 Der Held

Euer Lehen verfügt über einen herausragenden Ritter, den Helden. Auch seine Stärke wird durch einen Wert von eins bis neun bestimmt. Seine Stärke erhöht die Kampfstärke Eures Heeres um etwa 1 % pro Punkt. Kämpft Ihr in einem Jahr nicht, so zieht Euer Held aus, um selbst Abenteuer zu bestehen. Manchmal gewinnt er dabei, dann steigt seine Stärke, manchmal verliert er aber auch oder stirbt sogar dabei.

5 Euer Weg zum Königreich

Jeder Spieler startet das Spiel als Baron, so auch Ihr. Das bedeutet, dass Ihr bisher nur über wenig politischen Einfluss verfügt. Erobert Ihr erfolgreich andere Lehen, dehnt Ihr Euren politischen Einfluss aus. So steigt Ihr im Rang. Folgende Ränge könnt Ihr erreichen:

  1. Baroness/Baron bis zu 2 Vasallen und Untervasallen
  2. Viscountess/Viscount 3 bis 6 Vasallen und Untervasallen
  3. Countess/Earl 7 bis 10 Vasallen und Untervasallen
  4. Marchioness/Marquis 11 bis 14 Vasallen und Untervasallen
  5. Duchess/Duke 15 bis 18 Vasallen und Untervasallen
  6. Grand Duchess/Grand Duke 19 bis 22 Vasallen und Untervasallen
  7. Queen/King 23 und mehr Vasallen und Untervasallen

Seid Ihr Königin oder König, so habt Ihr das Spiel gewonnen!

Auf der Frankreichkarte heißen die Titel übrigens: Baron/Baronne, Vicomte/Vicomtesse, Comte/Comtesse, Marquis/Marquise, Duc/Duchesse, Grand Duc/Grand Duchesse, Roi/Reine.

Auf der Deutschlandkarte heißen die Titel: Freiherr/Freifrau, Vizegraf/Vizegräfin, Graf/Gräfin, Fürst/Fürstin, Herzog/Herzogin, Großherzog/Großherzogin, König/Königin.

Ihr werdet auch dann Königin oder König, wenn außer Euch keine Lady und kein Lord mehr in England regieren oder wenn Ihr Oberherr aller anderen Ladies und Lords seid.

Die letzte Auswertung vermerkt auch, wer des Königs Vasallen sind und welchen Rang sie inne haben. So gewinnt also nicht eine einzelne Königin oder König, sondern auch Ihr Gefolge.

Aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Belagert Ihr erfolgreich ein Lehen, so werdet Ihr der Oberherr dieses Lehens und das Lehen damit Euer Vasall. Die Vasallen Eurer Vasallen sind Eure Untervasallen. Ihr könnt zwar mehrere Vasallen haben, aber selbst nur von einem Oberherrn der Vasall sein. So gibt es eine klare Hierarchie und niemand kann einem anderen dienen, dessen Herr er gleichzeitig ist. Außer durch erfolgreiche Belagerung kann man auch dadurch Vasall werden, indem man dem Herrn freiwillig den Treueid schwört.

Als Oberherr seid Ihr verpflichtet, Euren Vasallen zu schützen. Im Spiel äußert sich das darin, dass Ihr automatisch Eurem Vasallen zu Hilfe eilt, wenn er angegriffen wird, zu Euch direkt benachbart ist und Ihr selbst nicht gerade einen anderen Angriff durchführt. Euer Vasall zahlt Euch im Gegenzug den Schildpfennig oder unterstützt Euch bei Euren Angriffen. Die Höhe des Schildpfennigs bestimmt sich durch den Rang. Der Vasall zahlt 500 Goldstücke pro Rangstufe, also zahlt eine Countess 1.000 Goldstücke pro Jahr an ihren Oberherrn. Auch NPCs zahlen den Schildpfennig. Der Schildpfennig wird aber nur dann bezahlt, wenn der Vasall Euch nicht bei einem Angriff unterstützt hat. Dies gilt auch für NPCs.

Eventuell seid Ihr mit Euren Oberherrn nicht zufrieden. Dann könnt Ihr Euch auch wieder als unabhängig erklären. Diese Unabhängigkeitserklärung zahlt Ihr aber mit reichlich Gold. Es ist Euer Rang multipliziert mit 1.500 was Ihr an Gold zu zahlen habt, so zahlt ein Marquis 6.000 Goldstücke dafür. Dieser Freikauf wird zu Beginn des Jahres eingezogen, noch bevor Eure Ritter bezahlt werden. Könnt Ihr das Gold nicht aufbringen, so bleibt Ihr Vasall. NPCs können den Oberherrn nicht freiwillig wechseln.

Ihr könnt einen Oberherrn nicht belagern. Wollt Ihr dies tun, so müsst Ihr im selben Jahr auch den Treueid ihm gegenüber brechen.

Ihr könnt Euch auch mit dem Befehl Von Vasallen lösen von einem Vasallen trennen, wenn sich dieser als unwürdig erweist. Ihr erhaltet dann aber von diesem Vasallen natürlich keine Ablösesumme.

6 Das Ende der Diplomatie

Natürlich ist Diplomatie wichtig im Spiel. Nur mit Verbündeten könnt Ihr das Spiel gewinnen. Aber wahrscheinlich wird es Euch nicht gelingen, alle anderen Ladies und Lords davon zu überzeugen freiwillig den Treueid auf Euch zu schwören. Daher kontrolliert Ihr eine Rittersmacht, die Ihr in den Kampf führen könnt, um die Burg anderer Ladies und Lords zu belagern und sie so dazu zu zwingen, den Treueid abzulegen.

Euer Heer besteht aus Euren Rittern, die Ihr aus Euren Bauern ausgehoben habt. Zusätzlich könnt Ihr Söldner anwerben, die Euch unterstützen. Ein Söldner kostet Euch 25 Goldstücke und er bleibt nur für ein Jahr bei Euch. Ihr könnt nicht mehr Söldner anwerben, als Ihr Ritter habt. Am Ende eines Jahres gehen die Söldner automatisch wieder.

6.1 Die Heeresbewegung

Wollt Ihr ein anderes Lehen angreifen, so müsst Ihr Euer Heer bewegen. Dort wo Euer Heer stehen bleibt, wird es kämpfen. Ausgehend von Eurem Lehen könnt Ihr Euer Heer jeweils in ein Nachbarlehen führen und von dort aus wieder in ein Nachbarlehen und so fort. Lehen sind dann benachbart, wenn Sie auf der Karte eine gemeinsame Grenze haben. Liegt aber ein Landschaftsgebiet zwischen den Lehen, so muss eine Straße hindurchführen, durch die Ihr ziehen könnt. Offaly und Galway auf der Irlandkarte beispielsweise sind daher nicht benachbart, wohl aber Tipperary und Kilkenny.

Wollt Ihr durch ein Lehen hindurchziehen, müsst Ihr dazu eine Erlaubnis haben. Ihr habt diese Erlaubnis automatisch, wenn es sich um einen Vasall oder Untervasall handelt, ebenso, wenn Ihr den gleichen Oberherrn habt. Andernfalls muss Euch das Lehen ein Versprechen schulden. Habt Ihr kein Versprechen von dem Lehen, durch das Ihr hindurchziehen wolltet, endet Eure Heeresbewegung dort. Euer Heer wird in diesem Lehen kämpfen!

Neben der Landbewegung ist auch die Bewegung über das Meer möglich, sofern Ihr über Schiffe verfügt. Mit einem Schiff könnt Ihr dabei bis zu 50 Ritter und Söldner transportieren. Von einem Küstenlehen aus könnt Ihr jedes andere Küstenlehen erreichen. Von dort aus könnt Ihr auch weiter über Land ziehen.

Auf manchen Karten ist auch Flussbewegung möglich. Flussbewegung funktioniert im Prinzip genau wie Meeresbewegung. Ihr benötigt dazu Schiffe, die je bis zu 50 Ritter und Söldner transportieren können. Ein Lehen an einem Fluss kann mit einem Schiff jedes andere Lehen erreichen, das an das gleiche Flussnetz grenzt. Es ist also möglich einen Fluss herab zu fahren und bei der Mündung kehrt zu machen und dann wieder flussaufwärts zu fahren. Man kann auch Fluss und Meeresbewegung kombinieren. Dazu muss man allerdings erst das Lehen ansteuern, in dem der Fluss ins Meer mündet. Von dort aus kann man per Meeresbewegung weiterziehen, sofern man durch dieses Lehen eine Durchzugserlaubnis hat.

Wollt Ihr weiter als zwei Lehen weit ziehen, so müsst Ihr den Befehl Heer bewegen mehrfach erteilen. Sie werden in der Reihenfolge bearbeitet, in der Ihr sie gegeben habt.

Bewegt Ihr Euer Heer nicht, zum Beispiel weil das Lehen, in das Ihr ziehen wolltet, nicht zu Eurem benachbart ist, so verteidigt Ihr Euer Land.

Nach den Kämpfen ziehen sich die Überlebenden Eueres Heeres übrigens automatisch wieder in Eure Burg zurück. Wird Euer Lehen aber in demselben Jahr angegriffen, in dem auch Ihr auf Feldzug auszieht, so wird Euer Lehen nur von den Rittern verteidigt, die Ihr in der Burg zurück gelassen habt.

Übrigens könnt Ihr pro Jahr nur einen Kampf durchführen; Ihr bewegt also alle Ritter die Ihr auf einen Feldzug mitnehmt als ein Heer.

6.2 Die Versprechen

Versprechen haben im Spiel zwei Funktionen. Zum einen braucht Ihr sie, um durch andere Lehen hindurch ziehen zu können, zum anderen könnt Ihr sie gegenüber NPC einsetzen, damit diese Euch im Kampf unterstützen.

Was müsst Ihr tun, um Versprechen zu erhalten?

Bei anderen Ladies und Lords bestimmt einfach Euer diplomatisches Geschick und Eure Überredungskunst, ob Ihr ein Versprechen erhaltet. Wollt Ihr selbst einer Lady oder einem Lord ein Versprechen geben, so müsst Ihr den Befehl Versprechen geben erteilen. Dies wird dann auch in den jeweiligen Jahresberichten vermerkt. Übrigens informieren darüber auch immer die Spione. Wollt Ihr ein Versprechen wieder rückgängig machen, so müsst Ihr den Befehl Versprechen zurück ziehen erteilen.

Bei NPC sieht die Situation anders aus. Diese müsst Ihr erfolgreich bestechen, wenn Ihr ein Versprechen erhalten wollt. Dazu erteilt Ihr den Befehl Lehen bestechen und teilt Eurem Seneschall mit, mit welcher Goldsumme Ihr das Lehen bestechen wollt. Pro eingesetzte 100 Goldstücke steigen Eure Chancen, aber auch wenn Ihr den Höchstbetrag von 1.000 Goldstücke einsetzt, ist der Erfolg nicht gewiss. Wart Ihr aber erfolgreich, so könnt Ihr sicher sein, dass ein NPC das Versprechen nicht wieder zurück zieht.

Weder Lady oder Lord noch NPC können übrigens mehr als sechs Versprechen auf einmal schulden. Ihr seid aber in der Zahl der Versprechen die Ihr erhaltet nicht beschränkt.

Benötigt Ihr Versprechen, um durch ein Lehen hindurch zu ziehen, wo müsst Ihr weiter nichts tun; die Versprechen werden Euch automatisch abgezogen. Wollt Ihr aber einen NPC dazu bewegen Euch in einem Kampf zu unterstützen, dann müsst Ihr den Befehl Versprechen einlösen erteilen. Der NPC wird mit mindestens der Hälfte seiner Ritter in das Lehen kommen, in dem Ihr kämpfen werdet. Dazu müsst Ihr aber über zwei Versprechen des NPC verfügen, oder der NPC muss Euer Vasall sein. Soll der NPC Euch im Kampf unterstützen und wollt Ihr auch noch durch sein Lehen hindurch ziehen, so müsst Ihr drei Versprechen von dem NPC erhalten haben.

Wollen im gleichen Jahr zwei Ladies oder Lords Versprechen von einem NPC einlösen, entscheidet der Zufall, wer nun unterstützt wird.

6.3 Die Spione

Nicht jede Lady und jeder Lord wird Euch freiwillig berichten, wie die wirtschaftliche und politische Lage seines Lehens ist. Daher stehen Euch Spione zur Verfügung, die Ihr in die unterschiedlichen Lehen entsenden könnt, um Euch über die Lage des Lehens zu informieren. Ein Spionageauftrag kostet Euch 100 Goldstücke. Der Spion teilt Euch dann mit, wie die ungefähre Anzahl der Ritter, Städter, Bauern in diesem Lehen ist, über wie viel Goldstücke, Lebensmittel und Schiffe es verfügt, wie stark die Burg ist, und welche Versprechen es gegeben und erhalten hat. Exakt sind nur die Angaben zu den Versprechen. Es kann übrigens sein, dass Euer Spionagebericht vom Anfang und nicht vom Ende des Jahres ist. Auch wenn Ihr mehrere Spione in ein Lehen entsendet, erhaltet Ihr nur einen Spionagebericht.

6.4 Der Feldzug

Ihr habt Euch also entschlossen Euer Heer in die Schlacht zu führen. Dazu erteilt Ihr den Befehl Ins Feld ziehen, teilt Eurem Marschall noch mit, welcher Art der Feldzug sein soll und wie viele Ritter Ihr mitzunehmen gedenkt. Alle Söldner die Ihr angeworben habt gehen übrigens automatisch mit. Pro Jahr könnt Ihr nur einen Feldzug durchführen.

Trefft Ihr bei Eurem Feldzug auf ein anderes Heer, so müsst Ihr dieses Heer besiegen. Es findet dann ein Feldzug vor der Burg Eures Zieles statt. Gewinnt Ihr diese Schlacht und sind noch weitere Heere auf dem Feld, so kämpft Ihr automatisch gegen das nächste Heer. Sind alle Heere auf dem Feld besiegt und Euer ursprüngliches Ziel war es, die Burg zu belagern, so könnt Ihr nun gegen die Burg des Feindes ziehen.

Nachfolgend sind die verschiedenen Arten der Feldzüge beschrieben, die Ihr durchführen könnt. Die Art des Feldzuges tragt Ihr als ersten Parameter des Befehls in die Befehlsliste ein. Die Feldzugarten 500 und 600 können bis zum Ende des Jahres 804 nicht erteilt werden. Euer Marschall wandelt eine solche Feldzugart automatisch in eine 400er Feldzugart um.

6.4.1 Die Verteidigung (100)

Wollt Ihr Euer oder ein anderes Lehen verteidigen, so wählt Ihr 100. Wenn Ihr Euer eigenes Lehen verteidigen wollt, braucht Ihr keinen Befehl Heer bewegen erteilen. Die Verteidigung dient dazu Euer Lehen gegen Überfälle zu schützen. Alle Ritter die Ihr zum Verteidigen einsetzt, befinden sich auf dem Feld vor Eurer Burg. Alle Ritter die in der Burg verbleiben schützen Euch gegen eine Belagerung. Um Euch vor einer Belagerung zu schützen, braucht Ihr keinen Befehl zu geben, das machen Eure Ritter automatisch! Ihr könnt auf diese Weise nur ein anderes Lehen vor einer Belagerung schützen.

6.4.2 Der Überfall (200)

Der Überfall ist genau genommen ein Raubüberfall. Ihr greift die Städte eines Lehens an, um Gold zu erbeuten. Eure Führungsqualität geht beim Überfall bei der Bewertung der Stärke Eures Heeres um einen Punkt vermindert ein, da sich Euer Heer zur Plünderung zerstreut. Ist der Überfall erfolgreich, so gewinnt Ihr bis zu 10 Goldstücke pro überlebenden Ritter aus Eurem Heer. Das angegriffene Lehen verliert dieses Gold.

6.4.3 Der Kampf auf dem Feld (300)

Der Kampf auf dem Feld ist zur Übung gedacht. Alle Heere die sich auf dem Feld treffen kämpfen gegeneinander. Der Sieger der ersten Schlacht, bestreitet automatisch die nächste Schlacht. Der Sieger wiederum die nächste. Am Ende aller Schlachten ziehen sich alle Feldherren und ihre Heere wieder nach Hause zurück. Es wird keine Belagerung durchgeführt und auch kein Gold erbeutet. Dieser Feldzug dient nur dazu, Euch Führungsqualität zu verschaffen. Natürlich müsst Ihr dazu auch gewinnen! Aber ob Übung oder nicht: Eure Ritter können dabei dennoch sterben!

6.4.4 Die Belagerung (400)

Nun also zur Belagerung: alles andere war ja nur Geplänkel. Seid Ihr aber bei der Belagerung erfolgreich, so habt Ihr die Burg Eures Gegners eingenommen. Nun zwingt Ihr ihn zum Treueid! Er wird Euer Vasall und Ihr sein Oberherr. Auf diese Weise könnt Ihr im Rang steigen. Obendrein schafft Ihr Euch ein Ausweichlehen, wenn Ihr einen NPC erobert habt. Solltet Ihr Euer Lehen verlieren, so könnt Ihr von hier aus Eure Regierungsgeschäfte erledigen.

Ihr könnt ein Lehen aber auch für eine andere Lady oder einen anderen Lord erobern. In diesem Fall addiert die Nummer des Lehens, der zukünftig Oberherr sein soll zur 400 hinzu. Ihr könnt nur die Lehennummer eines Spielerlehens angeben. Beispiel: Wollt Ihr das Lehen für Eure geliebte Lady aus Oxford erobern, so gebt als Art des Feldzuges 436 an, da Oxford die Lehennummer 36 hat.

6.4.5 Die Belagerung mit Absetzen des Besitzers (500)

Ladies und Lords, die Ihr zum Treueid gezwungen habt, haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie oft den Treueid wieder brechen, sobald sie dazu Gelegenheit haben. Gebt Ihr als Feldzugart die 500 an, so könnt Ihr Euch davor schützen, da Euer Gegner dabei sein Lehen verliert und der neue Regent ein NPC wird. Allerdings werden die Vasallen dieser Lady oder dieses Lords nicht Eure Untervasallen. Ihr erobert nur das eine Lehen.

Verfügt die Lady oder der Lord nicht über ein Ausweichlehen, so scheidet er oder sie aus dem Spiel aus. Verbleibt die Lady oder der Lord aber im Spiel, so habt Ihr Euch so mit großer Wahrscheinlichkeit einen sicheren Feind geschaffen.

Gebt Ihr die Feldzugart 500 gegen einen NPC an, so wird sie automatisch in die Feldzugart 400 gewandelt.

Wie auch bei der Feldzugart 400, könnt Ihr ein Lehen für eine andere Lady oder einen anderen Lord erobern. Addiert einfach die Lehennummer des neuen Oberherrn zur 500 hinzu.

6.4.6 Die Belagerung mit Lehenwechsel (600)

Manchmal ist ein Lehen einer anderen Lady oder eines anderen Lords attraktiver, als das Eigene. Dann ist es doch opportun, das Lehen zu wechseln. So wie Ihr mit der Feldzugart 500 eine Lady oder einen Lord aus seinem Lehen vertreiben könnt und einen NPC zum Regenten machen könnt, so könnt Ihr mit der Feldzugart 600 Euch selbst um neuen Regenten machen. Euer bisheriges Lehen wird dann von einem NPC verwaltet und Euer Vasall. Die Lady oder der Lord die bisher das Lehen regiert hat, wird vertrieben.

6.4.7 Der Unterstützungsfeldzug

Gegebenenfalls ist es sinnvoll, eine Lady oder einen Lord bei einem Angriff zu unterstützen. Dazu bewegt Ihr Euer Heer in das Ziellehen, in dem Ihr kämpfen wollt, oder in das Heimatlehen der Lady oder des Lords, die oder den Ihr unterstützen wollt. Es ist dann die Verantwortung dieser Lady oder dieses Lords, Euer Heer zum Kampfort zu führen. Sie oder er muss auch gegebenenfalls Schiffe zum Transport der Truppen über das Meer stellen. Einzig NPC erreichen immer automatisch den Kampfort.

Gebt als Feldzugart einfach die Lehennummer der Lady oder des Lords an, die oder den Ihr unterstützen wollt. Wollt Ihr also beispielsweise den Lord aus Dorset unterstützen, so gebt als Feldzugart die 12 ein. Die tatsächliche Feldzugart könnt Ihr nicht bestimmen, das ist Sache desjenigen, den Ihr unterstützt.

Ihr könnt Euch übrigens sicher sein, dass Ihr nicht von Eurem eigenen Heer angegriffen werdet!

Es kann auch nicht sein, dass Ihr jemanden unterstützt, der selbst jemanden unterstützt. Dies gilt übrigens auch für NPCs. Ihr könnt also nicht ihre Unterstützung einfordern, wenn Ihr selbst eine andere Lady oder einen anderen Lord unterstützt.

6.5 Der Kampfausgang

Dem Glücklichen schlägt die Stunde. Auf beiden Seiten wird zur Bestimmung des Siegers die Gesamtstärke der jeweiligen Heere bestimmt. Bei einer Belagerung wird dann die Stärke des belagerten Lehens noch durch die Burgstärke verändert. Außerdem wird danach noch die Stärke aufgrund der Führungsqualität der jeweiligen Feldherren und der jeweiligen Helden verändert. Aus der so bestimmten tatsächlichen Heeresstärke wird das Verhältnis berechnet. Dieses Verhältnis wird mit einer Zufallszahl verglichen, die zwischen 0,2 und 5 liegt, mit einer Häufung bei 1. Daraus wird dann der Sieger der Schlacht abgeleitet. Mit Sicherheit kann also nur derjenige siegen, dessen Verhältnis besser ist als 5:1. In der Auswertung wird das durch 6:1 gekennzeichnet; das tatsächliche Verhältnis wird dann nicht angezeigt.

Die tatsächliche Kampfstärke bestimmt auch die Anzahl der Ritter und Söldner, die bei der Schlacht getötet werden. Bei einem entsprechenden Stärkeverhältnis kann es sein, dass der Gewinner höhere Verluste davon trägt, wie der Verlierer.

6.6 Der Lehenwechsel

Ihr könnt einerseits freiwillig das Lehen wechseln, indem Ihr einen Feldzug der Art 600 gewinnt. In diesem Fall zieht Ihr in das neue Lehen und Euer bisheriges Lehen wird zu Eurem Vasall, der von einem NPC geführt wird. Andererseits kann es sein, dass Ihr gezwungen werdet, Euer Lehen zu verlassen. Das ist dann der Fall, wenn Ihr selbst einen Feldzug der Art 500 oder 600 verliert. In diesem Fall wird nach einem Ausweichlehen für Euch gesucht. Habt Ihr NPC Vasallen, so zieht Ihr in eines dieser Lehen. Durch den Befehl Lehenwechselvorsorge könnt Ihr bestimmen, welches Lehen gewählt werden soll, falls Ihr mehrere NPC Vasallen regiert. Gewinnt Ihr im selben Jahr einen NPC Vasallen hinzu, so wird dieser beim Lehenwechsel mit berücksichtigt. Habt Ihr keine eigenen NPC Vasallen, aber Euer Oberherr regiert solche, so zieht Ihr in ein Lehen eines NPC Vasallen Eures Oberherrn. Verliert im gleichen Jahr auch Euer Oberherr sein Lehen, so geht sein Lehenwechsel vor. Verfügt er über mehrere NPC Vasallen, so erhaltet Ihr eines davon.

Das Einzige was Ihr bei einem Lehenwechsel mitnehmt, sind Eure Vasallen und Eure Führungsqualität. Alle Versprechen die Ihr erhalten gegeben habt, gehen verloren. Selbst Eure Spione werden Euch nicht mehr die Spionageberichte abliefern, sondern gegebenenfalls ihrem neuen Herrn.

Kann für Euch kein Ersatzlehen gefunden werden, so scheidet Ihr aus dem Spiel aus! In diesem Fall solltet Ihr Euch sofort für ein neues Spiel anmelden, in dem Ihr dann glückreicher sein könnt!

7 Die Befehle auf einen Blick

Nachfolgend nun die Beschreibung aller Befehle, die Euch zur Verfügung stehen. Egal inwelcher Reihenfolge Ihr die Befehle abgebt, sie werden immer in der Reihenfolge bearbeitet,in der sie hier in der Liste auftauchen.